Photovoltaik

Ausrichtung und Neigung – nicht nur auf den Winkel kommt es an

Die Ausbeute einer Solaranlage hängt im Wesentlichen von der Ausrichtung und der Neigung des Solarmodule ab. Den größten Ertrag bringen Anlagen, die nach Süden mit einem Winkel von 20-35 Grad ausgerichtet sind. Aber auch Anlagen mit Nordausrichtung können durchaus mit einem passenden Neigungswinkel noch ausreichend von der Kraft der Sonne profitieren. Zudem werden heute viele Anlagen mit Ost-West Ausrichtung gebaut, um den Eigenverbrauch besser abzudecken. Unsere Experten beraten Sie gern und finden gemeinsam mit Ihnen die für Ihr Dach optimale Kombination.

Dachfläche und Leistung – viel hilft viel

Je größer ein Dach ist, desto mehr Solarmodule können darauf installiert werden. Jedoch kann nicht immer die gesamte Dachfläche genutzt werden. Eingelassene Fenster, Dachgauben oder Schornsteine müssen aus der Planung berücksichtigt werden. Zudem können bspw. Bäume Dachflächen stark verschatten und so die nutzbare Dachfläche reduzieren. Durch die stetige Weiterentwicklung und Leistungssteigerung der Solarmodule können heute auch auf kleinen Dachflächen ausreichend große Anlagen installiert werden. Je nach Unterkonstruktion und verwendeter Module benötigt man 5-7 m² Dachfläche pro Kilowatt peak installierte Anlagenleistung.

Statik – die Last muss stimmen

Ein durchschnittliches Photovoltaikmodul mit Maßen 1m x 1,7m wiegt rund 20 kg. Inklusive des erforderlichen Befestigungsmaterials wie Schienen und Dachhaken lasten rund 20 Kilogramm pro Quadratmeter Fläche zusätzlich auf Ihrem Dach. Weiterhin muss Ihr Dach die ursprünglichen Lastreserven, etwa für Schnee, weiter vorhalten. Die meisten Dächer sind so gebaut, dass sie neben einer Solaranlage auch die gesetzlich vorgeschriebene Lastreserve aufweisen.

Einspeise­management – Schutz des öffentlichen Stromnetzes

Seit 2012 muss bei jeder Solaranlage, die in Deutschland ans Netz geht, ein sogenanntes Einspeise­management installiert werden. Es soll dazu dienen, das öffentliche Stromnetz vor Überlastungen durch die zahlreichen dezentralen Anlagen zu schützen. Für Solaranlagen mit einer Leistung von weniger als 25 kWp – was auf den überwiegenden Teil der Anlagen besonders im privaten Bereich zutrifft – gilt jedoch eine Vereinfachung. Bei diesen Anlagen wird die Leistung am Wechselrichter oder am Netzeinspeisepunkt auf 70 % der Modulleistung begrenzt. Somit kann die Solaranlage nie mehr als die eingestellte Leistungsgrenze in das öffentliche Stromnetz einspeisen.

Elektromobilität – Mobilität von Morgen heute schon mit einplanen

Damit die geplante Solaranlage für die Zukunft ausreichend dimensioniert ist, sollte der zukünftige Strombedarf bspw. durch eine Elektroauto mit berücksichtigt werden. Eine Elektroauto kann die Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage durch die Erhöhung des Eigenverbrauchs stark positiv beeinflussen.